12 Februar 2015

Regisseur Justin Kelly über seinen Debütfilm “I Am Michael” und die Zusammenarbeit mit James Franco

By Danny Kelly | Categorised in Allgemein

US-Regisseur Justin Kelly ist der Filmemacher hinter dem Spielfilm “I Am Michael” (Darsteller: James Franco und Zachary Quinto), der diese Woche auf dem Berlin Panorama Premiere hatte. Kelly kündigte an, dass das London BFI Flare Festival im nächsten Monat mit seinem Film eröffnet wird.

“I Am Michael” erzählt die wahre Geschichte von Michael Glatze, einem ehemaligen Aktivisten für die Rechte von Homosexuellen, der seine Homosexualität später verurteilt und als Pastor gegen Schwule kämpft. Wir haben mit Kelly über den Film gesprochen, über den jeder redet. Und wir wollten mehr darüber herausfinden, wie er bei seinem ersten Spielfilm die Zusammenarbeit mit James Franco empfunden hat.

Was sollen die Zuschauer aus Ihrem Film mitnehmen?

Also, es geht um die Macht von Religion und Glaube, was es bedeutet, sich mit etwas zu identifizieren, egal ob homo- oder heterosexuell oder christlich. Es geht darum, dass man sich und andere in eine Schublade stecken kann. Ich hoffe, die Zuschauer nehmen aus dem Film viel mehr mit, als sie erwartet haben!

Die Figur des Hauptdarstellers Michael basiert auf der echten Geschichte von Michael Glatze. Wie war das, einen Film über eine wahre Begebenheit zu machen?

Ja, Michael war früher ein führender US-Journalist für das bekannte Schwulenmagazin Xy. Er verurteilt seine Homosexualität, wird Pfarrer und entwickelt sich zu einem offenen Gegner von Homosexualität. Es war unheimlich spannend, diese Geschichte zu erzählen, ohne diesen Menschen vorzuverurteilen oder abzustempeln. Genau genommen zeigt der Film die Reise eines Menschen, der seine wahre Identität herausfinden will.

Wie war das Drehen mit James Franco?

Es lief sehr gut. James hatte eine sehr anspruchsvolle Rolle, denn im Wesentlichen musste er im Film 40 Minuten lang einen Nervenzusammenbruch spielen. Aber er hat es sehr subtil hinbekommen und ging ganz darin auf.

An dem Film hat er auch als Produzent mitgewirkt. Was hat er hinter der Kamera gemacht?

Weil James auch Produzent war, hatte er sich für drei Jahre vollkommen auf das Projekt festgelegt. Dass jemand mit einer solchen Leidenschaft für den Film sowohl vor als auch hinter der Kamera steht – das war für mich eine ganz besondere Erfahrung. Wir haben in einer kurzen Zeit unheimlich viel gedreht, aber am Set war immer eine positive Stimmung.

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